Eine MPU wird von den Führerscheinstellen unabhängig von den Bußgeldern angeordnet. Häufig erleben wir in unseren Beratungen, dass Betroffene überrascht sind, wenn die Führerscheinstelle erst viele Monate nach dem Fahrverbot eine MPU anordnet. Viele gehen davon aus, dass die Angelegenheit mit dem Bezahlen des Bußgeldes und dem Fahrverbot abgeschlossen ist. Sie sind dann oft schockiert, wenn plötzlich ein Führerscheinverlust droht.
Die Führerscheinstellen setzen in der Regel eine Frist von 2 bis 3 Monaten zur Vorlage eines positiven MPU-Gutachtens. Wird diese Frist nicht eingehalten, kann der Führerscheinentzug drohen. In vielen Fällen bleibt dann nicht genügend Zeit, um den erforderlichen Abstinenznachweis zu erbringen und die Drogen-MPU erfolgreich zu bestehen.
Deshalb empfehlen wir, unmittelbar nach dem Verstoß ein Abstinenzkontrollprogramm zu beginnen oder sich die Haare wachsen zu lassen, um bei Bedarf eine oder zwei Haarproben abgeben zu können. So können Sie Ihre Drogenfreiheit rechtzeitig belegen und sich besser auf die MPU vorbereiten.