Der Zusammenhang zwischen Alkohol und (schlechten) Leberwerten

Schlechte Leberwerte können durch einen Bluttest festgestellt werden und sind oft ein Indikator für übermäßigen Alkoholkonsum, der die Leber schädigt. Die Leber ist das zentrale Organ für den Abbau von Alkohol im Körper, wobei etwa 95 bis 98 Prozent des konsumierten Alkohols hier verarbeitet werden.

Der Abbauprozess erfolgt über verschiedene Enzymsysteme. Zunächst wandelt das Enzym Alkoholdehydrogenase (ADH) den Alkohol in Acetaldehyd um, eine giftige Substanz. Anschließend wird Acetaldehyd durch das Enzym Aldehyddehydrogenase (ALDH) in Essigsäure (Acetat) umgewandelt. Schließlich bauen weitere Enzyme in der Leber die Essigsäure zu Wasser und Kohlendioxid ab, die dann über den Urin, Atem und Schweiß ausgeschieden werden.

Die Geschwindigkeit, mit der Alkohol in der Leber abgebaut wird, variiert und hängt von verschiedenen Faktoren ab. Allgemein wird angenommen, dass Frauen etwa 0,1 Promille und Männer etwa 0,2 Promille pro Stunde abbauen.

Die Werte von MCV (mittleres korpuskuläres Volumen) und CDT (Carbohydrate-Deficient Transferrin) geben Aufschluss über den Alkoholkonsum im Blut, während die Leberwerte, wie die Enzyme GGT (Gamma-Glutamyltransferase), GOT (Glutamat-Oxalacetat-Transaminase) und GPT (Glutamat-Pyruvat-Transaminase), Aufschluss über den Zustand der Leber geben. Diese Werte sind besonders wichtig, da intensiver Alkoholkonsum die Leberzellen langfristig schädigen und verändern kann, manchmal bis hin zu einer Leberzirrhose. Anhand der verschiedenen enzymatischen Werte können Ärzte nicht nur den Zustand der Leber, sondern auch das Ausmaß des Alkoholkonsums beurteilen.

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